Wie geht’s weiter mit dem Euro?
8. April 2010 von talerzucht
Die Pleite Griechenlands ist in aller Munde und es wird wie üblich auch hier Gewinner und Verlierer geben. Den moralischen Anspruch, Freunden und Partnern Hilfe zu leisten sollte man nicht in Frage stellen. Bei der Lösung des griechischen Problems geht es allerdings um knallharte Zahlen und darum, wie viele Millionen von Menschen die Verlierer sein könnten, wenn selbstverschuldete Probleme von anderen großzügig behoben werden und sich im Verhalten zukünftig nichts ändert.
Politische Debatten sollen hier fern bleiben, für die eigenen Euros zeigt dieses Beispiel aber, wie wichtig es ist, dass man systematisch und objektiv an die Talerzucht herangeht. Politisch motivierte, freundschaftliche oder gut gemeinte Investitionen werden nicht besser belohnt, als objektiv und strategisch gewählte Bausteine. Vielleicht ist mit dem Beginn des Frühjahres ja nun ein guter Zeitpunkt gekommen, um sein eigenes Portfolio zu prüfen.
1. Werden Investitionen in einem vernünftigem Maße getätigt? So dass kein Geld brach herumliegt, aber auch keine Liquiditätsengpässe entstehen?
2. Entspricht die Zusammensetzung meiner Risikoneigung? Man sollte nicht zuerst auf die Rendite schielen, sondern ein ausgewogenes Verhältnis von Chance und Risiko finden, welches zur persönlichen Bereitschaft Geld zu verlieren passt.
3. Passen die Vermögensbausteine überhaupt zu den Zielen, die ich mir gesteckt habe? Viele Wege führen zwar nach Rom, aber nicht unbedingt zu den persönlichen Wünschen und Zielen.
Vielleicht meistern die Griechen ihre Schulden, vielleicht bekommen sie Hilfe. Irgendwie wird eine Lösung gefunden, fraglich nur, ob diese langfristig den Umgang mit den Finanzen positiv beeinflussen. Denn nur dann vermeidet man Ähnliches für die Zukunft. Für die ambitionierten Talerzüchter geht es aber auf jeden Fall gut weiter – die aktuellen Markttrends bieten eine Menge Chancen und Gründe zum Optimismus.

