Geld und Politik gehören nicht zusammen!
3. Dezember 2009 von talerzucht
In diesem Blogg geht es definitiv nicht um Politik, außerhalb meines Familien- und Freundeskreises halte ich es mit der norddeutschen Weisheit „Sup di duhn und freet di dick un hol dien Muhl vun Politik“. Soll heißen: Klappe halten, wenn man grad nicht am Stammtisch ist. Das Thema Vermögensaufbau sollte in keiner Weise emotional angegangen werden, sondern neutral und sachlich. Das ist einfach und beugt unsachlichem Streit vor.
Aufgrund eines SPIEGEL- bzw. Manager-Magazin-Artikels muss ich aber eine Kleinigkeit loswerden, da sie auch die Talerzucht allgemein betrifft. Die Schiffsfinanzierer stecken in der Klemme und möchten nun Staatshilfen. Diese Branche hatte eine profitable Hochphase und bot steuerliche Vergünstigungen. Anscheinend hat aber keiner an schlechtere Zeiten gedacht. Üblicherweise muss sich nun ein Unternehmen bemühen, Wege aus der Krise zu finden. Heutzutage meint aber irgendwie jeder, Anspruch auf Staatshilfen zu haben. Aber warum? Hat die Allgemeinheit denn während des Booms kassiert? Direkt zumindest nicht. Unsere heutige Gesellschaft bietet den fortschrittlichen Vorteil, dass Menschen, die es allein nicht schaffen, durch ein soziales Netz aufgefangen werden können, um neu zu starten. Das Ausbleiben hoher Renditen allein kann aber kein Grund für Transferzahlungen zu Lasten der Allgemeinheit sein.
Von daher: Der Talerzüchter verteilt sein Risiko. Wo Chancen sind, sind fette Gewinne möglich. Aber auch Verluste, deshalb verteilen wir unsere Investitionen möglichst optimal. Die Schwankungen sind also einkalkuliert und natürlich auch damit verbundene Rückschläge. Wer ehrlich, geduldig und mit gestreutem Risiko anlegt, hat auch in der Krise keine Probleme auszustehen. Wir legen nicht an, um in Zeiten der Not Hilfe einzufordern. Wir betreiben Vermögensaufbau, um zukünftig keine Notzeiten mehr zu erleben! Also: Politik setzt die Rahmenbedingungen, auf dem Spielfeld stehen wir allein – in Guten wie in schlechten Zeiten.

