Finanzielle Freiheit mit altbackenen Produkten?
7. November 2009 von talerzucht
Ein Gespräch in den letzten Tagen hat mich wieder einmal auf eine Grundproblematik im Umgang mit Geld hingewiesen: Bei jedem angesprochenem Finanzprodukt gibt es jemanden in der Runde, der sofort mit gefährlichem Halbwissen auftrumpft und die vermeindlichen Nachteile aufzeigt. Diese Menschen haben meist zwei Dinge gemeinsam:
1. Sie besitzen weder ein Vermögen, noch arbeiten sie am Aufbau desselben.
2. Das Wissen besteht aus oberflächliche Phrasen, entnommen aus den Überschriften von Boulevardblättern oder gehört beim Schwager vom Nachbarn, der einen Kumpel hat, der wiederum nebenberuflicher Finanzberater mit mäßigem Erfolg ist.
Das ist nicht weiter dramatisch, kann aber den eventuell noch unsichereren Talerzüchter zum Straucheln bringen. Im oben genannten Fall sprachen wir über Bausparverträge. Es fielen Begriffe wie „schlechtes Sparbuch“, „altbacken“ und „unnötig“. Und das obwohl noch keiner der Anwesenden erzählt hat, warum er einen solchen Vertrag abgeschlossen hat. Ein Bausparvertrag ist ein Werkzeug, er kann niemals objektiv gut oder schlecht sein. Ein Bausparvertrag weist verschiedene Produktmerkmale auf, die entweder gut oder schlecht zum eigenen Zweck passen.
Ein bildhaftes Beispiel: Wenn es Ihr größter Wunsch ist, einmal viele Äpfel zu ernten, wird Ihnen ein kleines Apfelbäumchen mehr bringen, als der größte und ertragreichste Birnbaum.
Deshalb sei an dieser Stelle nochmal ausdrücklich gesagt:
Der Weg zum Vermögen ist so individuell, wie die eigenen Motive und Ziele. Finanzprodukte sind das Werkzeug, um den eigenen Traum auf zu bauen. Einen Königsweg gibt es nicht und man kann auch nicht immer die allerbeste Möglichkeit finden. Das Wichtigste ist: Anfangen!

