Weltwirtschaftskrise im eigenen Portemonnaie?
2. Juni 2009 von talerzucht
Seit Monaten hört man nichts anderes mehr. Die Weltwirtschaftskrise ist schlimm und an allem Schuld! Und das ist für mich immer etwas erstaunlich, denn nicht nur mein gewerblicher Umsatz und mein privates Vermögen wachsen beharrlich. Auch leidet weder einer meiner Kunden noch meiner Freunde direkt unter der Krise.
Sicherlich gibt es Schicksalsschläge und Notlagen. Wir wollen aber – wie es sich für erfolgsorientierte und optimistische Menschen gehört – die Vorteile betrachten. Aktien sind so günstig wie lange nicht zu haben, statt panisch auszusteigen kaufe ich fröhlich ein. Ich ärgere mich oft, dass ich nicht noch ein paar Tausender mehr hatte, um Anfang des Jahres die von mir favorisierten Werte auch alle einzukaufen. Bei allen hätte ich jetzt innerhalb eines Quartals schon wieder viel Geld verdient.
Ausnahmen bestätigen die Regel: Hypo Real Estate hab ich ins Portfolio genommen und die werden wohl nicht viel abwerfen. Aber wir warten ab, was sich die Bundesregierung nun konkret für die Kleinaktionäre so überlegt.
Beim Thema Aktien & Co. haben offenbar viele enorme Wissensdefizite: Verloren hat man das Geld erst, wenn man verkauft. Am Wochenende klagte ein Freund, dass er eine fondsgebundene Lebensversicherung hat und diese nun ein ziemliches Tief im Kapitalwachstum bekommt. Ich hab ihm daraufhin meine Freude vermittelt: Voraussichtlich wird es in meinem Leben keinen Zeitpunkt geben, an dem die Anteile so spottbillig eingekauft werden. Schaut man in die Geschichte, so kann man zu Recht auf eine mittelfristige Erholung der Wirtschaft hoffen. Ich rechne mit einer traumhaften Hebelwirkung – und das bei einem steuerbefreiten Altvertrag!

