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Das Buch ist seit vielen Jahrzehnten ein Klassiker. Verschiedene Charaktere im antiken Babylon beschäftigen sich mit dem Thema Reichtum und finanzieller Freiheit bzw. dem Weg dorthin. Sie holen sich Rat bei erfolgreichen Kaufleuten. Sehr kurzweilig und einfach werden die Gesetze des finanziellen Erfolges beschrieben, ebenso Strategien zur einfachen Umsetzung.

Das Thema Vermögensaufbau ist so alt wie das Geld selbst, die Grundlagen dafür haben sich in all den tausenden von Jahren nicht geändert. Im Prinzip sind ist es heutzutage sogar einfacher geworden. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, in 2-3 Tagen hat man es durchgelesen. Wer das ein oder andere Buch über finanzielle Freiheit (z.B. etwas von Bodo Schäfer oder „Automatisch Millionär“) gelesen hat, der wird bemerken, dass viele grundlegende Ansätze in der Babylon-Geschichte bereits erwähnt sind. Das Werk erscheint mir wie die Mutter der Bücher über Vermögensaufbau und empfehle es insbesondere als Einstieg in dieses Thema.

Gelegentlich surfe ich mal auf die Seiten der Verbraucherzentralle Hamburg. Dort gibt es häufig gute Test und offene Worte. Ein Beitrag unter „Geldanlage/Vorsorge“ vom 12.01.2010 hat mich allerdings erstaunt:

Keine Kapitallebens- oder private Rentenversicherung abschließen!
 
Wir raten Ihnen dringend: Schließen Sie keine Kapital-Lebens- oder private Rentenversicherung ab. Sie gehören zu den schlechtesten „Produkten“ für die Altersvorsorge[…]

Es gibt bessere Möglichkeiten. Wer eine Familie absichern muss, sollte eine (sehr preisgünstige) Risiko-Lebensversicherung abschließen. Ist dann noch Geld zum Sparen da, steht ein „Riester“-Vertrag (Sparplan bei Bank oder Sparkasse oder Fondssparplan) an erster Stelle. Bis zur Größenordnung von 10.000 – 15.000 Euro sind Sparpläne von Bank oder Sparkasse oder Bundesschatzbriefe zu empfehlen.[…]“

Die Qualität dieses Beitrages erinnert mich dann eher an populistisches Anpreisen einer Produktalternative. Aber die Verbraucherzentrale verkauft keine. Meines Erachtens sind bei der Argumentation der Verbraucherzentrale folgende Fehler:

Das Laufzeit-Argument
Natürlich ist es nachteilig, wenn man nach wenigen Jahren in der Ansparphase abbricht. Der Rückkaufwert ist dann geringer, als hätte man in Sparplänen oder Fonds investiert. Aber eine Kapitallebens- oder Rentenversicherung ist aber der Baustein im Vermögensaufbau, der nunmal optimalerweise bis zur Rente bespart wird. Sollte einem zwischenzeitlich das Geld ausgehen, stoppt man flexiblere Verträge wie z.B. Fondssparpläne. Deshalb investiert man ja in unterschiedliche Formen.

Der Steuervorteil
Der steuerliche Aspekt wird hier überhaupt nicht berücksichtigt. Und das wundert mich am meisten, denn dies ist ja gerade DAS Argument für diese Form der Altersvorsorge. (Siehe meinen Beitrag zu den Rentenversicherungen).

Die bessere Möglichkeit Risiko-Lebensversicherung
Dieser Vorschlag ist in meinen Augen der blanke Hohn. Eine Risiko-Lebensversicherung kann man für den Vermögensaufbau (bzw. für Kleindenkende: Altersvorsorge) gar nicht benutzen, weil nur das Todesfallrisko abgesichert wird. Gut beim Hausbau, bei der Altersvorsorge ungefähr so praktisch wie die Haftpflichtversicherung.

Liebe Verbraucherzentrale, statt auf den Wirtschaftskrisen-Zug aufzuspringen und Produkte anzupreisen, bei denen man eventuell grad mal die Inflation ausgleichen kann, solltet ihr vielleicht mal das Produkt objektiv erklären.

Ich predige das hier ja immer wieder: Anlageprodukte sind Instrumente, nur wer sie für sich richtig einsetzt, kann die Vorteile nutzen. Aber nur weil der Hammer zum Sägen nicht taugt, muss man keine Zange empfehlen.

“Persönlichkeiten kompakt – Warren Buffet” ist ein kleines Buch, welches knapp und zusammenfassend den Werdegang und die Strategien des bislang erfolgreichsten Investors aufzeigen möchte.

Meiner Meinung nach hat das nur teilweise geklappt. Ich habe das Buch bestellt und war dann etwas enttäuscht, da es mehr den Umfang eines Heftes hat; große Schrift und wenig Seiten. Im Prinzip hätte man das als redaktionellen Bericht in drei DIN A4 Seiten abfassen können. Mehr als einen schnellen Einblick und ein paar Zitate bekommt man nicht mit auf den Weg.

Aber: Das Büchlein macht Appetit auf Informationen rund um Warren Buffet und seinen Werdegang. Ich kann das Buch nur bedingt empfehlen – eben nur als Appetithäppchen, um zu sehen, ob sich zu der Person umfangreichere Lektüren lohnen.

Auf diesem Wege möchte ich allen Talerzüchtern die besten Wünsche für das kommende Jahr mitgeben.

In den nächsten Wochen flattern die Steuerbescheinigungen, Depotbewertungen und Rückkaufswertaufstellungen ins Haus. Eine wichtige Sache – und ich meine jetzt bestimmt nicht die Steuer – kann nun abschließend bewertet werden:

Was hat uns das Jahr 2009 auf der Vermögensseite unserer persönlichen Bilanz gebracht? Die Bewertung muss jeder für sich übernehmen. Üblicherweise macht das Spaß, da man erkennt, wie sehr sich Geduld und Sparsamkeit ausgezahlt haben. Diese Bewertung hilft aber auch, um Investitionsentscheidungen für das Jahr 2010 zu treffen. Ich bin mit dem letzten Jahr recht zufrieden, hab mir aber auch die neuen Ziele gesteckt.

In diesem Sinne wünsche ich viel Erfolg beim Monetenvermehren!


Ähnlich wie beim „Automatisch Millionär“ erläutert der Autor die Wichtigkeit von der eigenen Grundeinstellung zum Thema Umgang mit Geld. Allerdings geht Robert T. Kiyosaki ausführlich auf Chancen und Möglichkeiten für Unternehmer und risikofreudige Talerzüchter ein.

Das Buch beleuchtet nicht nur viele wichtige Aspekte und neue Ideen rund um das Thema Geld, sondern geht auch ausführlich auf die „richtige“ Lebenseinstellung zur Arbeit ein. Die gesellschaftlichen Probleme beim Umgang mit dem Geld werden ebenso erläutert, wie die Wege dem finanziellen Mittelmaß zu entkommen. Der Schreibstil ist unterhaltsam und leicht verständlich, das Buch lässt sich schnell lesen.

Für sicherheitsorientierte Sparer und Anleger würde ich den Titel nur bedingt empfehlen, sofern man nicht eine Kehrtwende im Umgang mit dem eigenen Geld vollziehen möchte. Wer unternehmerisch tätig ist oder dies plant – vielleicht auch nur nebenberuflich – sollte dieses Buch aber unbedingt lesen.

Wieder einmal hat mich ein Gespräch mit einen Freund auf eine Sache aufmerksam gemacht: Glücklicherweise haben viele Menschen zwar eine Renten- oder Lebensversicherung, weil es irgendwie dazu gehört. Aber der unvergleichlichen Vorteile, die aus diesen Verträgen einen konkurrenzlosen Baustein zur Vermögensbildung und Absicherung im Alter machen, sind sich viele Menschen nicht bewusst.

Es ging in diesem Fall um eine fondsbasierte Rentenversicherung, bei der die Fonds individuell gewählt werden können. Mein Freund erklärte mir daraufhin: „Ich hab das mal ausgerechnet. Auf Grund der Verwaltungskosten (und Provisionen) sowie der hohen Depotgebühren ist es eigentlich besser, wenn man das Geld direkt in die Fonds investiert. Unterm Strich kommt da viel mehr raus.“

Ich selbst könnte das noch steigern und erwähnen, dass man bei einem Fondsdepot jederzeit problemlos an sein Geld kommt. Aber wenn ich über Fonds spreche, meine ich mittelfristige Anlagen zum Vermögensaufbau. Der erste Schritt in der Talerzucht ist die langfristige Vorsorge, hier muss garantiert das Alter abgesichert sein. Und dafür drängt sich eine Rentenversicherung unweigerlich auf.

Vorteile einer Rentenversicherung (egal ob fondsbasiert, klassisch oder hybrid):

Steuern sparen:
Die Ansparphase ist komplett steuerfrei, Zins und Zinseszins fließen direkt in den Kapitalaufbau. Bei späterer Kapitalauszahlung ist die Hälfte des Gewinns steuerfrei, bei Altverträgen gibt es sogar noch eine komplette Steuerfreiheit. Bei lebenslanger Rentenzahlung ist nur ein geringer Ertragsanteil steuerpflichtig.

Lebensaltersrisiko abdecken:
Entscheidet man sich für eine lebenslange Rentenzahlung, bekommt man bis zum Tod die Leistungen, selbst wenn der damalig angesparte Kapitalstock aufgebraucht ist. Das kann bei einem langen Leben ein enormer Unterschied sein.

Diese beiden Vorteile bekommt man nicht, wenn man direkt in die Fonds investiert. Bei der Entscheidung über Investitionen sind individuelle Vermögenswerte und auch persönliche Ziele wichtig. Von daher: Erst die Ziele setzen, dann die Werkzeuge dafür auswählen. Wer sich damit nicht so gut auskennt, oder noch ein Frischling unter den Talerzüchtern ist, der beachte auch meinen Beitrag zum Thema Berater.


In diesem Blogg geht es definitiv nicht um Politik, außerhalb meines Familien- und Freundeskreises halte ich es mit der norddeutschen Weisheit „Sup di duhn und freet di dick un hol dien Muhl vun Politik“. Soll heißen: Klappe halten, wenn man grad nicht am Stammtisch ist. Das Thema Vermögensaufbau sollte in keiner Weise emotional angegangen werden, sondern neutral und sachlich. Das ist einfach und beugt unsachlichem Streit vor.

Aufgrund eines SPIEGEL- bzw. Manager-Magazin-Artikels muss ich aber eine Kleinigkeit loswerden, da sie auch die Talerzucht allgemein betrifft. Die Schiffsfinanzierer stecken in der Klemme und möchten nun Staatshilfen. Diese Branche hatte eine profitable Hochphase und bot steuerliche Vergünstigungen. Anscheinend hat aber keiner an schlechtere Zeiten gedacht. Üblicherweise muss sich nun ein Unternehmen bemühen, Wege aus der Krise zu finden. Heutzutage meint aber irgendwie jeder, Anspruch auf Staatshilfen zu haben. Aber warum? Hat die Allgemeinheit denn während des Booms kassiert? Direkt zumindest nicht. Unsere heutige Gesellschaft bietet den fortschrittlichen Vorteil, dass Menschen, die es allein nicht schaffen, durch ein soziales Netz aufgefangen werden können, um neu zu starten. Das Ausbleiben hoher Renditen allein kann aber kein Grund für Transferzahlungen zu Lasten der Allgemeinheit sein.

Von daher: Der Talerzüchter verteilt sein Risiko. Wo Chancen sind, sind fette Gewinne möglich. Aber auch Verluste, deshalb verteilen wir unsere Investitionen möglichst optimal. Die Schwankungen sind also einkalkuliert und natürlich auch damit verbundene Rückschläge. Wer ehrlich, geduldig und mit gestreutem Risiko anlegt, hat auch in der Krise keine Probleme auszustehen. Wir legen nicht an, um in Zeiten der Not Hilfe einzufordern. Wir betreiben Vermögensaufbau, um zukünftig keine Notzeiten mehr zu erleben! Also: Politik setzt die Rahmenbedingungen, auf dem Spielfeld stehen wir allein – in Guten wie in schlechten Zeiten.


Goldige Aussichten?

Kürzlich hab ich mich mit dem Thema Gold auseinander gesetzt. Bisher hatte ich keinerlei Erfahrung damit; bevor man Gold hortet, fängt man doch eher mit anderen Ansparmöglichkeiten an. Das Thema Gold ist im Zuge der Wirtschaftskrise nun wieder öfters im Gespräch gewesen. Im ersten Moment könnte man an ein Comeback denken, allerdings glaube ich, dass Gold nie „out“ gewesen ist. Als krisenfeste, langfristige Anlage gilt es eigentlich schon seit Ewigkeiten.

Somit habe ich mich entschieden, im Bereich der Goldminenaktien zu investieren. Physisches Gold ist bestimmt sehr beruhigend, aber nur solange man den Aufwand der sicheren Verwahrung betreiben kann. Ich habe den BGF World Goldfond gewählt. Somit habe ich – wenn auch nur zu einem kleinen Anteil – auch Goldwerte im Portfolio. Nicht nur, dass ich in wenigen Tagen über 10% Kursgewinn zu verzeichnen hatte. Der Boom wird sich bestimmt beruhigen, aber langfristig ist diese Wahl mit Sicherheit ein guter Baustein im Fundament des Vermögens. Und wer sagt, dass immer alles schnell gehen muss?


Eine Regierung muss sparsam sein, weil das Geld, das sie erhält, aus dem Blut und Schweiß ihres Volkes stammt. Es ist gerecht, dass jeder einzelne dazu beiträgt, die Ausgaben des Staates tragen zu helfen. Aber es ist nicht gerecht, dass er die Hälfte seines jährlichen Einkommens mit dem Staate teilen muss.

König Friedrich II. der Große
König von Preußen (1712-1786)


Ein Gespräch in den letzten Tagen hat mich wieder einmal auf eine Grundproblematik im Umgang mit Geld hingewiesen: Bei jedem angesprochenem Finanzprodukt gibt es jemanden in der Runde, der sofort mit gefährlichem Halbwissen auftrumpft und die vermeindlichen Nachteile aufzeigt. Diese Menschen haben meist zwei Dinge gemeinsam:

1. Sie besitzen weder ein Vermögen, noch arbeiten sie am Aufbau desselben.
2. Das Wissen besteht aus oberflächliche Phrasen, entnommen aus den Überschriften von Boulevardblättern oder gehört beim Schwager vom Nachbarn, der einen Kumpel hat, der wiederum nebenberuflicher Finanzberater mit mäßigem Erfolg ist.

Das ist nicht weiter dramatisch, kann aber den eventuell noch unsichereren Talerzüchter zum Straucheln bringen. Im oben genannten Fall sprachen wir über Bausparverträge. Es fielen Begriffe wie „schlechtes Sparbuch“, „altbacken“ und „unnötig“. Und das obwohl noch keiner der Anwesenden erzählt hat, warum er einen solchen Vertrag abgeschlossen hat. Ein Bausparvertrag ist ein Werkzeug, er kann niemals objektiv gut oder schlecht sein. Ein Bausparvertrag weist verschiedene Produktmerkmale auf, die entweder gut oder schlecht zum eigenen Zweck passen.

Ein bildhaftes Beispiel: Wenn es Ihr größter Wunsch ist, einmal viele Äpfel zu ernten, wird Ihnen ein kleines Apfelbäumchen mehr bringen, als der größte und ertragreichste Birnbaum.

Deshalb sei an dieser Stelle nochmal ausdrücklich gesagt:
Der Weg zum Vermögen ist so individuell, wie die eigenen Motive und Ziele. Finanzprodukte sind das Werkzeug, um den eigenen Traum auf zu bauen. Einen Königsweg gibt es nicht und man kann auch nicht immer die allerbeste Möglichkeit finden. Das Wichtigste ist: Anfangen!


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