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Alle Anlagen haben natürlich ihre Vor- und Nachteile. Und sind für jeden Anleger unterschiedlich gut geeignet. Ich mag die Fonds, weil es für alle Regionen, Anlagearten und Risikoklassen passende Produkte gibt. Das Geld ist schnell verfügbar und man kann flexibel Kapital aufbauen. Am besten finde ich aber, dass ich mich nicht darum kümmern muss. Beim Aktienhandel muss man – zumindest für schnelles Geld – immer ein Auge auf die Papiere haben. Fonds sind eigentlich ein Selbstgänger, besonders bei langen Anlagehorizonten.

Oft kauft man auf Grund von Empfehlungen durch Bekannte, Bankberater oder Fachzeitschriften. Um sein persönliches Portfolio aufzubauen, sollte man zuerst einen Überblick bekommen, welche Möglichenkeiten, Chancen und Risiken es gibt.

Anfang des Jahres hat Stiftung Warentest uns einen Großteil der Arbeit abgenommen und die wesentlichen Informationen bereitgestellt. Interessierte Talerzüchter und angehende Investmentfreunde finden den Artikel hier.


Die Regionen sind nicht neu, seit einigen Jahren gibt es verstärkt Anlagemöglichkeiten in den sogenannten Emerging Markets; Schwellenländer in Europa sowie der Mittlere Osten und Afrika. Einige sehen die Risiken z.B. in Rechtssicherheit und politischer Stabilität, andere sehen auf Grund der reichen Bodenschätze oder steigender Nachfrage ein neues Wirtschaftswunder kommen. Was eintreten wird kann keiner voraussagen, aber lukrative Chancen bestehen allemal.

Im Zuge der Euro-Krise lohnt es sich auf jeden Fall einmal nach anderen Anlageregionen Ausschau zu halten. Bisher lagen meine Aktivitäten überwiegend in Europa, 2008 bin ich mit dem Fidelity China Focus USD Fund erstmalig im chinesischen Markt aktiv geworden. Nun reizt es mich aber, auch mal bei den Schwellenregionen mitzumischen.

Nachdem ich mit meiner RingStrategiePolice sieben Jahre lang in den BFI Dynamic Fonds eingezahlt habe, laufen die Versicherungsbeiträge nun ab August in den Templeton Eastern Europe. Da ich noch 33 Jahre dort einzahlen werde, halte ich das Risiko für nicht allzu groß, dort ein paar Jahre zu investieren. Weil die Rentenversicherung für mich eine Art „Fire and forget“-Anlage ist und einfach wieder in der Schublade verschwindet, brauche ich aber auch noch etwas zum Beobachten. Eine größere Investitionssumme ist z.Zt. leider nicht verfügbar, aber ein kleiner Sparplan ist der Ausweg. Ebenfalls ab August läuft somit mein neuer Fondssparplan auf den Fidelity EMEA Fund und ich könnte nun ein kleines Stückchen vom Kuchen der aufstrebenden Regionen abbekommen.

Ich bin gespannt, wie sich diese Regionen in den nächsten Jahren entwickeln. Sollte sich das alte Europa als besserer Motor für Anlagen entpuppen ist das im Zweifel auch kein Problem – dort liegt die Masse meiner Gelder und schuftet für mich.


Wer sich mit dem Thema Aktien oder Aktienfonds beschäftigt, wird auch schon über die beiden klassischen Anlagestrategien Growth und Value mehr oder weniger bescheid wissen. Der Erfolg gibt einem bekanntlicherweise recht und somit soll an dieser Stelle ein dritter Ansatz erwähnt werden: Die Wertschöpferstrategie.

Man setzt den Gewinn ins Verhältnis zu dem eingesetzten Kapital und erhält dann im günstigen Fall eine Rendite. Diese Rendite vergleicht man mit den Kosten, die das eingesetzte Kapital mit sich gebracht hat. Lohnenswert ist eine entsprechende Investition, wenn dabei ebenfalls ein Überschuss bleibt.

Einen Königsweg gibt es bekanntlich nicht, aber wer viel mit Aktien hantiert, der sollte sich diesen Ansatz vielleicht auch mal anschauen und überlegen, ob man diese Methode in die eigene Strategie mit einbezieht.

Einen ausführlichen Bericht und ein Musterdepot finden Sie hier.


Einer meiner Antriebe für diesen Blog war und ist die Tatsache, dass ein vernünftiger Umgang mit Geld und der Austausch von Wissen in diesem Bereich bei Durchschnittsbürgern eine Seltenheit sind. Während sich alles in unserer Welt irgendwie um die Euros dreht, lernen die Menschen ihre Lektionen im Geldumgang meist durch eigene – oft negative – Erfahrungen. In der Schule bekommt man viel geboten, aber in Geldfragen geht man oft jungfräulich ins Erwachsenenleben. Wie sich besonders in den letzten zwei Jahren herausstellte, sind die ersten Anlaufstationen im Finanzbereich nicht zwangsläufig die Besten. In Sachen Geld werden häufig Fehler gemacht, die Einfluss auf das Ganze Leben haben – sowohl positiv als auch negativ. Dabei ist ein grundlegender, sinnvoller Umgang schnell erlernt.

Obwohl der Einsatz von Geld und Verzinsungsmethoden in unseren Breitengraden seit Jahrhunderten bewährt ist, nehmen sich immer nur relativ wenige Menschen diesem Thema an. Sollte die Finanzkrise etwa ein Umdenken verursacht haben? Das wäre ja wenigstens ein angenehmes Resultat der großen Geldverbrennung. Anscheinend möchten Unternehmen und Finanzverbände sich dem Problem des mangelnden Wissens in Euro-Fragen nun annehmen. Damit könnte aus dem schönen Hobby Talerzucht ein Schulfach werden…

Mehr dazu auch hier: FTD – Finanzbildung schon in der Schule


Die Panikmache hört nicht mehr auf oder hat sich seit dem Griechenlandproblem offenbar sogar noch verstärkt. Viele Leute sind verunsichert und wissen kaum noch, welchen Anlagemöglichkeiten und Finanzprodukten sie nun vertrauen können. Allerdings redet man sich die Situation ja auch oft schlimmer als sie ist. Ich kenne wenig Leute, die durch Lehmann & Co. empfindliche Verluste hatte – diese sind dann aber auch schon abgehakt. Ad hoc passiert da eigentlich keine neue Katastrophe. Geld unter das Kopfkissen legen oder am Monatsanfang alles für Grundnahrungsmittel ausgeben scheint nun wirklich noch nicht nötig zu sein.

Aber was ist nun der Königsweg, wo müssen wir unser Geld lassen? Ich bin der Meinung, dass man bei der Auswahl der Anbieter zwar genauer hinsehen muss. Aber generell gibt’s wohl kein Anlageprodukt, welches man pauschal verteufeln muss. Wieder einmal dreht sich alles um die eigenen Ziele und Bedürfnisse. Besonders entscheidend ist wohl der Faktor Zeit. Wer nicht dringend an seine Sparschweine ran muss und auch mit der Auszahlung seiner Lebens- und Rentenversicherung noch ein paar Jahre Zeit hat, dessen Portfolio wird sich sicherlich wieder gut erholen. Und man sollte auch immer die Chancen sehen, die jetzt im Kauf günstiger Anteile bestehen.

Für eine grobe Orientierung gibt’s auf welt.de auch einen Artikel (hier)


Der versierte Talerzüchter wusste es schon immer – das Geld wächst nicht auf dem Baum, sondern man muss die Zucht selbst voran treiben. Offenbar ist diese Tatsache jetzt sogar Experten anhand einer Studie aufgefallen. Und sogar auch die Tatsache, dass die Vorsorgemöglichkeiten kompliziert und vielfältig sind. Mit großartigen Reformen sollte die Basis für Wohlstand im Alter geschaffen werden, leider gingen diese offenbar an der Hauptzielgruppe – den jungen Arbeitnehmern – vorbei.

Ich persönliche halte das Thema nicht für zu kompliziert, aber es wird einem leider nirgendwo erklärt. Warum bekommt man erste Informationen nicht in der Schule unmittelbar vor dem Eintritt ins Berufsleben? Die Aufklärung wird Beratern und Vertretern überlassen, das kann gut aber auch in einigen Fällen schlecht sein. Eine gewisse Grundbildung in Sachen Geld bekommt man hierzulande nur auf Grund eigener Initiative vermittelt. Es gab mal eine offizielle Broschüre „Bild dir ein Vermögen“, in der die vermögenswirksamen Leistungen erklärt wurden. Abgesehen davon, dass man diese Broschüre zufällig finden musste, findet man heute nur noch veraltete PDFs zum herunterladen.

Vielleicht ist das Problem ja hausgemacht? Leider leben die „mutigen“ Reformer in einer polititschen Welt, die ihrerseits auch nicht mit Geld haushalten kann. Von daher sollten alle Freunde der Talerzucht auch gern ihr Umfeld aufklären und zum Vermögensaufbau motivieren. Denn es gilt ja auch darum, dass man als erfolgreicher Talerzüchter später nicht für alle sorglosen Mitmenschen in die Bresche springen muss.

Die Studie findet man hier:
Stark für die Zukunft – Vorsorge mit MetallRente


Nachdem ich am Wochenende wieder lange über Webseiten mit Finanzthemen gesurft bin, ist mir eine Sache aufgefallen: Überall sind Werbebanner, Advertorials und PopUps von Handelssoftware, Depots und Hebelzertifikaten geschaltet – besonders mit den Hebeln wird gern geworben. Da wird einiges versprochen: Privatdepots, mit denen man locker mit geringem Einstieg riesige Gewinne einfährt, oder Videotutorials, die einem mal eben erklären, wie man als gehaltsfrustrierter Hobby-Trader nebenbei ein paar Tausender scheffelt.

Die Anbieter scheinen aus der Krise gelernt zu haben. Überall sind die Risiken verdeutlicht, hohe Verlustmöglichkeiten angezeigt. Schadensersatzprozesse wird es zukünftig wohl so schnell nicht geben. Ich frage mich allerdings, ob die Verbraucher irgend etwas gelernt haben. Der hohe Werbedruck von Spekulationsangeboten ist natürlich kein Garant für viele Kunden, aber man kann sicherlich Interesse bei den Kunden vermuten. Überall werden neue Zertifikate aufgelegt, das würde ohne Nachfrage wohl kaum passieren. Die Krise hat diese Produkte offenbar erst populär gemacht.

Und das ist erstaunlich, wenn sich überlegt, durch welche Produkte und Anlagemethoden in der Wirtschaftskrise sowohl bei Privatanlegern als auch Unternehmen so viel Geld verbrannt wurde. Warum sich viele Kleinanleger betrogen fühlen. Und warum es Bad Banks gibt. Wer jetzt denkt, dass das vielleicht an den hohen Renditechancen liegt, der schaue sich mal die Zertifikate bei der Bank mit dem grünen Kasten (mit Sternen gefüllt) an. Neulich war ein hochspekulatives Papier im Angebot, Totalverlustrisiko ausdrücklich erwähnt. Dort wird die Rendite mit einer Obergrenze von 10% gedeckelt und die anteiligen Dividenden werden nicht ausgezahlt. Kein Risiko für die Bank, wenn es gut läuft aber saftige Gewinne. Naja, der Anleger bekommt aber etwas ab…


Schon drei Wochen alt, aber die Rangliste wird noch aktuell sein: Die FTD veröffentlichte einen kurzen Bericht mit Rangliste über weltweite Aktienfonds. Wer in dem Bereich Investitionen plant, sollte vielleicht zumindest die TOP 10 mal unter die Lupe nehmen. Interessant ist, dass Bekanntheit und Größe der Fonds nicht unbedingt eine Rolle spielen.

Hier der ausführliche Artikel.

Hier die TOP 10:

Carmignac Investissement A Carmignac Gestion FR0010148981
RAM Dynamisch DWS Investment S.A. LU0093746393
KBC Equity Generation Y Acc KBC Asset Management N.V. BE0171040299
Alger China-US Growth B Alger SICAV LU0178529060
DWS Globale Sterne DWS Investment GmbH DE0005152441
ARIQON Trend T C-QUADRAT Kapitalanlage AG AT0000720172
Comgest Monde Comgest FR0000284689
MSInvest Master Stocks Index A TheFund AG LI0015397081
All Trends T Schoellerbank Invest AG AT0000746581
Baring Global Select £ Baring Intl Fund Mngrs (Ireland) Ltd IE0030016467

Die Pleite Griechenlands ist in aller Munde und es wird wie üblich auch hier Gewinner und Verlierer geben. Den moralischen Anspruch, Freunden und Partnern Hilfe zu leisten sollte man nicht in Frage stellen. Bei der Lösung des griechischen Problems geht es allerdings um knallharte Zahlen und darum, wie viele Millionen von Menschen die Verlierer sein könnten, wenn selbstverschuldete Probleme von anderen großzügig behoben werden und sich im Verhalten zukünftig nichts ändert.

Politische Debatten sollen hier fern bleiben, für die eigenen Euros zeigt dieses Beispiel aber, wie wichtig es ist, dass man systematisch und objektiv an die Talerzucht herangeht. Politisch motivierte, freundschaftliche oder gut gemeinte Investitionen werden nicht besser belohnt, als objektiv und strategisch gewählte Bausteine. Vielleicht ist mit dem Beginn des Frühjahres ja nun ein guter Zeitpunkt gekommen, um sein eigenes Portfolio zu prüfen.

1. Werden Investitionen in einem vernünftigem Maße getätigt? So dass kein Geld brach herumliegt, aber auch keine Liquiditätsengpässe entstehen?

2. Entspricht die Zusammensetzung meiner Risikoneigung? Man sollte nicht zuerst auf die Rendite schielen, sondern ein ausgewogenes Verhältnis von Chance und Risiko finden, welches zur persönlichen Bereitschaft Geld zu verlieren passt.

3. Passen die Vermögensbausteine überhaupt zu den Zielen, die ich mir gesteckt habe? Viele Wege führen zwar nach Rom, aber nicht unbedingt zu den persönlichen Wünschen und Zielen.

Vielleicht meistern die Griechen ihre Schulden, vielleicht bekommen sie Hilfe. Irgendwie wird eine Lösung gefunden, fraglich nur, ob diese langfristig den Umgang mit den Finanzen positiv beeinflussen. Denn nur dann vermeidet man Ähnliches für die Zukunft. Für die ambitionierten Talerzüchter geht es aber auf jeden Fall gut weiter – die aktuellen Markttrends bieten eine Menge Chancen und Gründe zum Optimismus.

Auf Grund der Finanzkrise häufen sich die Streitfälle, bei denen Geschädigte Schadensersatz und entgangene Gewinne einfordern. Wer also nach Beratungen bei Banken und Finanzdienstleistern verlustreiche Beteiligungen, Fonds und Zertifikate gekauft hat, der sollte prüfen, inwieweit der Vermittler über Rückvergütungen informiert hat.

Sind Vertriebshonorare und Provisionen nicht offengelegt worden, so besteht die Chance auf Rückabwicklung zu Gunsten des Anlegers. Derartige Fälle laufen zur Zeit mit guten Aussichten auf Erfolg. Man sollte also – sofern Verluste entstanden sind – sein Portfolio prüfen und nachsehen, ob sich der Rechtsweg lohnt.

Passend dazu das Urteil des BGH (Aktenzeichen XI ZR 586/07) unter http://juris.bundesgerichtshof.de

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