Spätestens heute – zum Nikolaus – dürfte nun jeder in Weihnachtsstimmung gekommen sein. Weihnachten ist zwar mittlerweile sehr stark kommerzialisiert, aber den Gedanken von Ruhe, Einkehr und Besinnlichkeit führen doch viele weiter. Eine gute Zeit also um nicht nur Geld auszugeben, sondern auch um mal eine abschließende Betrachtung in Sachen Vermögensbildung durchzuführen. Kurz gesagt: Hab ich für mich gearbeitet oder nur für andere? Jeder hat seine persönliche Anlagephilosophie. Ich hangel mich von den Grundlagen bis zu den Risiken und Chancen in meinen Betrachtungen:
1. Das Fundament
Hier sind konservative, sichere Anlagen zu finden. Beispielsweise die private Altersvorsorge oder ein Bausparvertrag. Eben alles was einen Talerzüchter langsam aber auch sicher ans Ziel bringt. Gerade risikofreudige Anleger vernachlässigen diesen Punkt gern. Man sollte aber immer daran denken, dass dies im schlimmsten Fall das Einzige ist, womit man später zurechtkommen muss. Wer hier seine Hausaufgaben nicht gemacht hat, sollte sich nicht an andere Finanzgeschäfte heranwagen. Überlegungen könnten sein:
- Habe ich alle Fördermöglichkeiten und Steuersparmöglichkeiten ausgenutzt?
- Lohnt eine Umschichtung, z.B. bei Termin- oder Tagesgeld?
- Ist außerplanmäßig Geld zur Verfügung, womit man eine Einmalzahlung leisten könnte (z.B. Gewinnbeteiligung oder Weihnachtsgeld)?
2. Der Geldmotor
Hier werden fleißig Taler gezüchtet und bringen Bewegung ins Portfolio. Mittel- oder langfristige Anlagen, die Chancen und Renditen mitnehmen sollen ohne dabei allzu große Risiken einzugehen. Schwankungen und vielleicht der ein oder andere Fehlgriff, aber keine Totalverluste oder gar zusätzliche Verbindlichkeiten. Überlegungen könnten sein:
- Habe ich meine Aktivitäten gestreut, oder sind meine Investitionen alle in einem Bereich getätigt (z.B. nur Aktienfonds oder einen regionalen Schwerpunkt)?
- Lohnen sich Umschichtungen in rentablere Anlagen oder Wertpapierverkäufe?
- Gibt es Liquidität für neue Anlagen wie z.B. Fonds, Immobilien, Beteiligungen?
3. Die Spielecke
Wenn alle Schäfchen im Trockenen sind und immer noch Geld vorhanden ist, auf das man im schlimmsten Fall – dem Verlust – nicht angewiesen ist, dann schaut man sich vielleicht noch nach einer Spielerei um. Dies kann der Turbo für den Vermögensaufbau sein, allerdings sollte man einen Totalverlust auch wirklich verkraften können.
- Hab ich einen interessanten Aktientipp bekommen oder habe ich selbst eine Chance auf schnelles Geld entdeckt?
- Hab ich aussichtsreiche Spekulations- bzw. Beteiligungsangebote z.B. bei Neuemissionen und Start-Ups?
Sollte nun immer noch Kapital über sein, welches kurzfristig nicht benötigt wird, gönnen Sie sich doch einfach ein schönes Weihnachtsgeschenk.