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Depotwechsel

Depotwechsel

Meine Fonds liegen zur Zeit noch auf einem Fidelity-Direktkonto. Vorteil sind hier kostenlose Kontoführung und günstigere Vertriebsprovisionen (50-100% Rabatt). Leider wird dieser Service zum Sommer eingestellt. Als Angebot gilt nun der unkomplizierte Wechsel zur Frankfurter Fondsbank, die günstigen Provisionen bleiben. Allerdings kommt nun eine geringe Kontoführungsgebühr sowie eine geringe Transaktionsgebühr bei Einzelkäufen dazu.

Nach kurzer Überlegung zu einem günstigeren Anbieter wie Flatex oder Comdirekt zu wechseln habe ich das Angebot trotzdem angenommen. Zum einen ist es sehr komfortabel, da alle Daten inklusive dem laufenden Sparplan übernommen werden. Zum anderen sind jetzt auch kleinere Anlagebeträge wie bei der Konkurrenz möglich. Die „Guided Tour“ versprach außerdem ein recht übersichtliches und umfangreiches Infoportal mit Analysen, Daten usw.

Börsengehandelte Produkte gibt es hier leider nicht – Aktien und ETFs müssen in einem anderen Depot verwahrt werden. Aber mein Schwerpunkt liegt bei Fonds, von daher lass ich mich überraschen und werde bei Gelegenheit die Erfahrungen berichten.

Mit etwas Glück zähle ich zu den schnellsten „Wechslern“ und erhalte 50 EUR in Fondsanteilen, dann hätte ich die Gebühr für ca. zwei Jahre sowieso schon inklusive.

Viele Träumen davon, für ihren Lebensunterhalt nicht arbeiten zu müssen. Seinen Hobbys nachgehen, im Garten sitzen oder in der Welt herumreisen. Und das alles, während die Kosten dafür aus den laufenden Renditen des Vermögens gedeckt werden, ohne diese Vermögenswerte aufzubrauchen. Man kann es bei diesem Traum belassen, oder die Sache angehen.

Nun will ich hier keinem versprechen, innerhalb kürzester Zeit reich und sorgenlos zu werden. Aber ein adäquates Zusatzeinkommen mit wenig Aufwand zu erzielen ist relativ einfach. Selbstverständlich sind die Anfangserfolge üblicherweise gering und man muss meist ein wenig Mühe investieren, um die Sache anzurollen. Sobald aber der Grundstein gelegt worden ist, kommt der Talerzüchter in den Genuss des passiven Einkommens, also Bezüge ohne direkte Gegenleistung. Am einfachsten ist die Sache natürlich mit Geld – hier können Sie ihre dunkelste Seite zeigen. Seien Sie ein Sklaventreiber der Schlimmsten Sorte, lassen Sie Ihr Geld Tag und Nacht ohne Pausen und Urlaub für Sie schuften!

Einen kleinen Haken hat die Sache für Talerzüchter: Wenn alles in den Vermögensaufbau fließt, hat man anfangs wenig von seinem Zusatzeinkommen. Das Vermögen wächst dafür natürlich deutlich schneller an. Benutzt man das Geld ausschließlich für Ausgaben, wächst das Vermögen natürlich nicht weiter an. Ich selbst habe einen Kompromiss gewählt. Ein Teil meiner Fonds sind thesaurierend, ein paar Anteile jedoch mit Ausschüttung. Von den ausgeschütteten Beträgen gönne ich mir dann immer eine Kleinigkeit als Belohnung für die Geduld und als Motivation, diesen Weg weiter zu gehen. Die wiederinvestierte Rendite sorgt dafür, das das Vermögen kontinuierlich wächst.

Das eigene Geld für die Entwicklung eines passiven Einkommens zu nutzen, ist wohl die unkomplizierteste Variante. Ideen, Tipps und Anregungen biete ich hier ja auch an. Es gibt aber auch einige andere Möglichkeiten, wie z.B. Partnerprogramme und Provisionsmodelle für Empfehlungen. Im Internetzeitalter lassen sich kleine Blogs und Webseiten schnell und einfach mit Affiliate-Programmen versehen. Denken Sie einfach über Ihre Hobbys nach, was machen Sie gern? Hält man bei dem Thema Augen und Ohren offen, entdeckt man schnell eine Möglichkeit eigenes Interesse und Wissen mit ein wenig Kreativität in bare Münze zu verwandeln, ohne dafür dauerhaft richtig arbeiten zu müssen.

Bei meiner Suche nach nützlichen Entscheidungshelfern im weltweiten Datennetz bin ich auf die Plattform Intelligent Recommendations gestoßen. Diesem durch die EU und den Bund geförderte Projekt liegt die Annahme zu Grunde, dass eine große Masse an Anlegern und Finanzinteressierten weniger Fehlschläge bzw. mehr Erfolge als einzelne Berater oder Investmentunternehmen erzielen.

Es entsteht so ein kollektives Musterdepot aus einem riesigen Pool an Vorschlägen und Empfehlungen für Fonds und Wertpapiere. Die Auswertung ist übersichtlich und verschiedene Mechanismen sorgen dafür, dass Nutzer die Empfehlungsplattform nicht für Kursmanipulationen zu eigenen Gunsten nutzen, wie man es von unseriösen Online-Börsenkurieren à la „Die absoluten Geheimtipps der Börsenprofis – hier gratis anschauen!“ kennt.

Wer den langfristigen und sicheren Grundstock zum eigenen Vermögensaufbau bereits gelegt hat und sich nun mit kurz- und mittelfristigen Anlagen im Wertpapierbereich beschäftigen möchte, sollte Intelligent Recommendations mal unter die Lupe nehmen. Die Basisfunktionen sind kostenlos, wer intensiv in den Wertpapierhandel eingestiegen ist, der findet auch einen preiswerten Premiumservice mit erweiterten Funktionen.


Das Buch ist seit vielen Jahrzehnten ein Klassiker. Verschiedene Charaktere im antiken Babylon beschäftigen sich mit dem Thema Reichtum und finanzieller Freiheit bzw. dem Weg dorthin. Sie holen sich Rat bei erfolgreichen Kaufleuten. Sehr kurzweilig und einfach werden die Gesetze des finanziellen Erfolges beschrieben, ebenso Strategien zur einfachen Umsetzung.

Das Thema Vermögensaufbau ist so alt wie das Geld selbst, die Grundlagen dafür haben sich in all den tausenden von Jahren nicht geändert. Im Prinzip sind ist es heutzutage sogar einfacher geworden. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, in 2-3 Tagen hat man es durchgelesen. Wer das ein oder andere Buch über finanzielle Freiheit (z.B. etwas von Bodo Schäfer oder „Automatisch Millionär“) gelesen hat, der wird bemerken, dass viele grundlegende Ansätze in der Babylon-Geschichte bereits erwähnt sind. Das Werk erscheint mir wie die Mutter der Bücher über Vermögensaufbau und empfehle es insbesondere als Einstieg in dieses Thema.

Gelegentlich surfe ich mal auf die Seiten der Verbraucherzentralle Hamburg. Dort gibt es häufig gute Test und offene Worte. Ein Beitrag unter „Geldanlage/Vorsorge“ vom 12.01.2010 hat mich allerdings erstaunt:

Keine Kapitallebens- oder private Rentenversicherung abschließen!
 
Wir raten Ihnen dringend: Schließen Sie keine Kapital-Lebens- oder private Rentenversicherung ab. Sie gehören zu den schlechtesten „Produkten“ für die Altersvorsorge[…]

Es gibt bessere Möglichkeiten. Wer eine Familie absichern muss, sollte eine (sehr preisgünstige) Risiko-Lebensversicherung abschließen. Ist dann noch Geld zum Sparen da, steht ein „Riester“-Vertrag (Sparplan bei Bank oder Sparkasse oder Fondssparplan) an erster Stelle. Bis zur Größenordnung von 10.000 – 15.000 Euro sind Sparpläne von Bank oder Sparkasse oder Bundesschatzbriefe zu empfehlen.[…]“

Die Qualität dieses Beitrages erinnert mich dann eher an populistisches Anpreisen einer Produktalternative. Aber die Verbraucherzentrale verkauft keine. Meines Erachtens sind bei der Argumentation der Verbraucherzentrale folgende Fehler:

Das Laufzeit-Argument
Natürlich ist es nachteilig, wenn man nach wenigen Jahren in der Ansparphase abbricht. Der Rückkaufwert ist dann geringer, als hätte man in Sparplänen oder Fonds investiert. Aber eine Kapitallebens- oder Rentenversicherung ist aber der Baustein im Vermögensaufbau, der nunmal optimalerweise bis zur Rente bespart wird. Sollte einem zwischenzeitlich das Geld ausgehen, stoppt man flexiblere Verträge wie z.B. Fondssparpläne. Deshalb investiert man ja in unterschiedliche Formen.

Der Steuervorteil
Der steuerliche Aspekt wird hier überhaupt nicht berücksichtigt. Und das wundert mich am meisten, denn dies ist ja gerade DAS Argument für diese Form der Altersvorsorge. (Siehe meinen Beitrag zu den Rentenversicherungen).

Die bessere Möglichkeit Risiko-Lebensversicherung
Dieser Vorschlag ist in meinen Augen der blanke Hohn. Eine Risiko-Lebensversicherung kann man für den Vermögensaufbau (bzw. für Kleindenkende: Altersvorsorge) gar nicht benutzen, weil nur das Todesfallrisko abgesichert wird. Gut beim Hausbau, bei der Altersvorsorge ungefähr so praktisch wie die Haftpflichtversicherung.

Liebe Verbraucherzentrale, statt auf den Wirtschaftskrisen-Zug aufzuspringen und Produkte anzupreisen, bei denen man eventuell grad mal die Inflation ausgleichen kann, solltet ihr vielleicht mal das Produkt objektiv erklären.

Ich predige das hier ja immer wieder: Anlageprodukte sind Instrumente, nur wer sie für sich richtig einsetzt, kann die Vorteile nutzen. Aber nur weil der Hammer zum Sägen nicht taugt, muss man keine Zange empfehlen.

“Persönlichkeiten kompakt – Warren Buffet” ist ein kleines Buch, welches knapp und zusammenfassend den Werdegang und die Strategien des bislang erfolgreichsten Investors aufzeigen möchte.

Meiner Meinung nach hat das nur teilweise geklappt. Ich habe das Buch bestellt und war dann etwas enttäuscht, da es mehr den Umfang eines Heftes hat; große Schrift und wenig Seiten. Im Prinzip hätte man das als redaktionellen Bericht in drei DIN A4 Seiten abfassen können. Mehr als einen schnellen Einblick und ein paar Zitate bekommt man nicht mit auf den Weg.

Aber: Das Büchlein macht Appetit auf Informationen rund um Warren Buffet und seinen Werdegang. Ich kann das Buch nur bedingt empfehlen – eben nur als Appetithäppchen, um zu sehen, ob sich zu der Person umfangreichere Lektüren lohnen.

Auf diesem Wege möchte ich allen Talerzüchtern die besten Wünsche für das kommende Jahr mitgeben.

In den nächsten Wochen flattern die Steuerbescheinigungen, Depotbewertungen und Rückkaufswertaufstellungen ins Haus. Eine wichtige Sache – und ich meine jetzt bestimmt nicht die Steuer – kann nun abschließend bewertet werden:

Was hat uns das Jahr 2009 auf der Vermögensseite unserer persönlichen Bilanz gebracht? Die Bewertung muss jeder für sich übernehmen. Üblicherweise macht das Spaß, da man erkennt, wie sehr sich Geduld und Sparsamkeit ausgezahlt haben. Diese Bewertung hilft aber auch, um Investitionsentscheidungen für das Jahr 2010 zu treffen. Ich bin mit dem letzten Jahr recht zufrieden, hab mir aber auch die neuen Ziele gesteckt.

In diesem Sinne wünsche ich viel Erfolg beim Monetenvermehren!


Ähnlich wie beim „Automatisch Millionär“ erläutert der Autor die Wichtigkeit von der eigenen Grundeinstellung zum Thema Umgang mit Geld. Allerdings geht Robert T. Kiyosaki ausführlich auf Chancen und Möglichkeiten für Unternehmer und risikofreudige Talerzüchter ein.

Das Buch beleuchtet nicht nur viele wichtige Aspekte und neue Ideen rund um das Thema Geld, sondern geht auch ausführlich auf die „richtige“ Lebenseinstellung zur Arbeit ein. Die gesellschaftlichen Probleme beim Umgang mit dem Geld werden ebenso erläutert, wie die Wege dem finanziellen Mittelmaß zu entkommen. Der Schreibstil ist unterhaltsam und leicht verständlich, das Buch lässt sich schnell lesen.

Für sicherheitsorientierte Sparer und Anleger würde ich den Titel nur bedingt empfehlen, sofern man nicht eine Kehrtwende im Umgang mit dem eigenen Geld vollziehen möchte. Wer unternehmerisch tätig ist oder dies plant – vielleicht auch nur nebenberuflich – sollte dieses Buch aber unbedingt lesen.

Wieder einmal hat mich ein Gespräch mit einen Freund auf eine Sache aufmerksam gemacht: Glücklicherweise haben viele Menschen zwar eine Renten- oder Lebensversicherung, weil es irgendwie dazu gehört. Aber der unvergleichlichen Vorteile, die aus diesen Verträgen einen konkurrenzlosen Baustein zur Vermögensbildung und Absicherung im Alter machen, sind sich viele Menschen nicht bewusst.

Es ging in diesem Fall um eine fondsbasierte Rentenversicherung, bei der die Fonds individuell gewählt werden können. Mein Freund erklärte mir daraufhin: „Ich hab das mal ausgerechnet. Auf Grund der Verwaltungskosten (und Provisionen) sowie der hohen Depotgebühren ist es eigentlich besser, wenn man das Geld direkt in die Fonds investiert. Unterm Strich kommt da viel mehr raus.“

Ich selbst könnte das noch steigern und erwähnen, dass man bei einem Fondsdepot jederzeit problemlos an sein Geld kommt. Aber wenn ich über Fonds spreche, meine ich mittelfristige Anlagen zum Vermögensaufbau. Der erste Schritt in der Talerzucht ist die langfristige Vorsorge, hier muss garantiert das Alter abgesichert sein. Und dafür drängt sich eine Rentenversicherung unweigerlich auf.

Vorteile einer Rentenversicherung (egal ob fondsbasiert, klassisch oder hybrid):

Steuern sparen:
Die Ansparphase ist komplett steuerfrei, Zins und Zinseszins fließen direkt in den Kapitalaufbau. Bei späterer Kapitalauszahlung ist die Hälfte des Gewinns steuerfrei, bei Altverträgen gibt es sogar noch eine komplette Steuerfreiheit. Bei lebenslanger Rentenzahlung ist nur ein geringer Ertragsanteil steuerpflichtig.

Lebensaltersrisiko abdecken:
Entscheidet man sich für eine lebenslange Rentenzahlung, bekommt man bis zum Tod die Leistungen, selbst wenn der damalig angesparte Kapitalstock aufgebraucht ist. Das kann bei einem langen Leben ein enormer Unterschied sein.

Diese beiden Vorteile bekommt man nicht, wenn man direkt in die Fonds investiert. Bei der Entscheidung über Investitionen sind individuelle Vermögenswerte und auch persönliche Ziele wichtig. Von daher: Erst die Ziele setzen, dann die Werkzeuge dafür auswählen. Wer sich damit nicht so gut auskennt, oder noch ein Frischling unter den Talerzüchtern ist, der beachte auch meinen Beitrag zum Thema Berater.


In diesem Blogg geht es definitiv nicht um Politik, außerhalb meines Familien- und Freundeskreises halte ich es mit der norddeutschen Weisheit „Sup di duhn und freet di dick un hol dien Muhl vun Politik“. Soll heißen: Klappe halten, wenn man grad nicht am Stammtisch ist. Das Thema Vermögensaufbau sollte in keiner Weise emotional angegangen werden, sondern neutral und sachlich. Das ist einfach und beugt unsachlichem Streit vor.

Aufgrund eines SPIEGEL- bzw. Manager-Magazin-Artikels muss ich aber eine Kleinigkeit loswerden, da sie auch die Talerzucht allgemein betrifft. Die Schiffsfinanzierer stecken in der Klemme und möchten nun Staatshilfen. Diese Branche hatte eine profitable Hochphase und bot steuerliche Vergünstigungen. Anscheinend hat aber keiner an schlechtere Zeiten gedacht. Üblicherweise muss sich nun ein Unternehmen bemühen, Wege aus der Krise zu finden. Heutzutage meint aber irgendwie jeder, Anspruch auf Staatshilfen zu haben. Aber warum? Hat die Allgemeinheit denn während des Booms kassiert? Direkt zumindest nicht. Unsere heutige Gesellschaft bietet den fortschrittlichen Vorteil, dass Menschen, die es allein nicht schaffen, durch ein soziales Netz aufgefangen werden können, um neu zu starten. Das Ausbleiben hoher Renditen allein kann aber kein Grund für Transferzahlungen zu Lasten der Allgemeinheit sein.

Von daher: Der Talerzüchter verteilt sein Risiko. Wo Chancen sind, sind fette Gewinne möglich. Aber auch Verluste, deshalb verteilen wir unsere Investitionen möglichst optimal. Die Schwankungen sind also einkalkuliert und natürlich auch damit verbundene Rückschläge. Wer ehrlich, geduldig und mit gestreutem Risiko anlegt, hat auch in der Krise keine Probleme auszustehen. Wir legen nicht an, um in Zeiten der Not Hilfe einzufordern. Wir betreiben Vermögensaufbau, um zukünftig keine Notzeiten mehr zu erleben! Also: Politik setzt die Rahmenbedingungen, auf dem Spielfeld stehen wir allein – in Guten wie in schlechten Zeiten.


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